AUGUST Gin – Seriengründer Christoph Peter Steinle bei auxgefragt

August Gin Christoph Peter Steinle

Christoph Peter Steinle ist ein Gründergeist par excellence. Seine Reise begann mit einer Schnapsidee – im wahrsten Sinne des Wortes. Nach einer langen Entwicklungsphase für die Rezeptur, eroberte der AUGUST Gin 2015 schnell den regionalen Getränkemarkt. Doch darauf ruhte sich der Seriengründer nicht aus. Heute zählen zahlreiche Getränkemarken wie die Fugger Destillate und Habibi Raki sowie Gastronomien wie das Oh Boi, Hettenbach45 oder die ALTE LIEBE zur Spin & Gin GmbH. Wie Christoph der Durchbruch mit seinem Startup gelungen ist, was er für Geschäftskund:innen macht und was er an Augsburg verändern würde – jetzt bei auxgefragt.

1. Beschreibe dich in drei Worten:

Genuss, Geselligkeit und Gastfreundschaft.

2. Welche Geschichte steckt hinter AUGUST GIN?

AUGUST Gin, war die klassische Schnapsidee. Ich wollte für Freunde und Bekannte einen Augsburger Gin kreieren. So habe ich angefangen bei der Brennerei Salzgeber mit verschiedenen regionalen Botanicals die Rezeptur zu entwickeln und entdeckte dabei eines der Signatur Botanicals des AUGUST Gin, den Zirbenholz. Die Entwicklung dauerte sehr lange, aber dann ging alles sehr schnell. Wir wollten noch unbedingt das Weihnachtsgeschäft mitnehmen. Der Start war am 20.12.2015. Die ersten Flaschen haben wir vor allem in Bars und im stationären Einzelhandel, also offline, vertreiben. Das nahm alles so schnell Fahrt auf, dass ich meine Anstellung kündigte und nach 6 Monaten mich nur noch dem Gin widmete.


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3. Es versuchen sich viele Unternehmen im Gin-Markt – nur wenige sind wirklich erfolgreich. Warum glaubst du, hat sich AUGUST Gin etablieren können?

Wir sind in 2015 wohl in der zweiten großen Gin Welle gestartet und haben uns zuerst auf unsere Region fokussiert. Konkret haben wir bei jeder Veranstaltung mitgemacht und jeden Anlass genutzt, um uns mit unseren eigenen Gin Bars zu präsentieren. Das würde ich auch allen anderen Gründern in der Food-Branche empfehlen. Die Kosten bleiben überschaubar, die Sichtbarkeit regional steigt und es ist immer von Vorteil, wenn Kund:innen dein Genussprodukt perfekt zubereitet in lockerer Atmosphäre probieren können. Das ist harte Arbeit aber hat uns eine stabile und regional Fangemeinde eingebracht, die das Produkt dann auch immer mehr im Handel nachgefragt haben. Das hat es uns den Markteintritt immens erleichtert.

Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen: Wir können zwar auf einige Erfolge zurückblicken, aber die meisten Ideen setzen sich einfach nicht durch – auch bei uns nicht. Man muss halt einfach dran bleiben und es immer wieder versuchen. Das richtige Netzwerk und die richtigen Partner sind auch entscheidend.

4. Wie wird euer Gin eigentlich hergestellt?

Gin wird, zumindest im Craft Gin Bereich (Handwerkliche Herstellung) mit einem Ansatz von Reinalkohol und den sogenannten Botanicals hergestellt. Die Ziehzeit ist meistens geheim. In einer Brennblase wird das Gemisch durch Destillation und Perkolation noch weiter gereinigt und aromatisiert. Anschließend muss der Gin dann auf die Trinkstärke mit Osmosewasser eingestellt werden. Diesen Vorgang nennt man verhochzeiten. Danach ist  er nach einer kurzen Ruhezeit im Tank abfüll-bereit. Wir produzieren AUGUST Gin exklusiv bei der Brennerei Salzgeber in Babenhausen. Die Regionalität ist uns wichtig.

Wir arbeiten seit 2015 sehr eng mit der Brennerei Salzgeber zusammen. Dort werden alle unsere Produkte handwerklich hergestellt. Über die Jahre sind wir mit Abstand größte Kunde geworden. So kommt es wohl nicht überraschend, dass wir auch die Produktion in einer eigenen Gesellschaft unter unserem Dach vereinen wollen. 2022 planen wir die Gründung der gemeinsamen Produktionsfirma.

5. Hinter August Gin steckt das Unternehmen Spin & Gin? Welche Marken und Unternehmen gehören noch dazu?

Die Spin & Gin GmbH, besitzt die Marken August Gin, City Wodka, Habib Raki, Maison Peng (Crémant die Loire). Außerdem ist sie Lizenznehmer der Fugger GmbH und hat als erste Linie, die Fugger Destillate mit 5 Produkten auf den Markt gebracht (Fugger Birnenbrand, Fugger Zwetschgenbrand, Fugger Bierbrand, Fugger Edelbrand von der Quitte und zuletzt im August 2021 den Fugger Gin).

Desweiteren ist die Spin & Gin GmbH beteiligt oder 100% Gesellschafter folgender Augsburger Gastronomien: Alte Liebe, Blaue Kappe, Hettenbach45, Oh Boi und Yard Coffee.

6. Spirituosen zu verkaufen ist ein lukratives, skalierbares Geschäft. Die Gastro hingegen ist aus der unternehmerischen Sicht eher mühsam und herausfordernd. Lohnt sich das für dich überhaupt?

Auch, wenn es kitschig klingt: Es ist wirklich eine Herzenssache. Reich werde ich mit den Gastronomien nicht. Ich möchte aber meinen kulinarischen Beitrag für Augsburg leisten.

7. An welches Erlebnis aus deinem Leben als Unternehmer wirst du dich noch lange zurückerinnern?

Ich kann jetzt nicht ein einzelnes Erlebnis nennen. Es ist mehr ein Gefühl. Wenn ich nach Feierabend vom Büro einen Zug durch die Stadt mache und sehe wie unsere Konzepte und Produkte angenommen werden, dann macht mich das glücklich. Wenn die Gäste in den Gastronomien alles genießen und einen dafür loben, dann ist es mitunter die größte Bestätigung und macht mich auch stolz.


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8. Unsere Leser:innen sind hauptsächlich Gründer:innen, Führungskräfte aus etablierten Unternehmen oder Solo-Selbstständige. Habt ihr auch Produkte, die für sie besonders interessant sein könnten?

Seit 2016 machen wir auch für viele namhafte Unternehmen aus der Region personalisierte Editionen, entweder als White Label oder als AUGUST Gin Sondereditionen. Desweiteren können wir uns um den Versand und die individuelle Zusammenstellung von Geschenkboxen in größeren Mengen für Geschäftskund:innen kümmern. Das geht natürlich auch mit unseren weiteren Produkten City Wodka, Habibi Raki oder den Fugger Destillaten und dem Fugger Gin. Durch unsere Manufakturproduktion haben wir viele individuelle Möglichkeiten. Beliebt sind die Geschenkboxen besonders als Weihnachtsgeschenke für Geschäftskund:innen.

Wir haben das schon für viele Augsburger Unternehmen umgesetzt:

Hotel Maximillians, Documentus, Porschezentrum Augsburg, Modehaus Jung, Klimashop, Media D. Sign, Ocha Ocha, Golfclub Augsburg, FC Augsburg, Urban Uncut, Stadtwerke Augsburg, Sortimo, Abus, Tailors, Gabler-Saliter Bank, Presse Druck Augsburg, Augsburg Journal, Netz 16, Agentur Weisskind uvm. 


9. Was würdest du in Augsburg verändern, wenn du komplett entscheiden könntest?

Ich wäre für eine komplette Verkehrsberuhigung der Innenstadt. Vor allem die vierspurige Bundesstraße die über die Karlstraße und Leonhardsberg die Innenstadt entzweit müsste seit Jahrzehnten dort weg. Des Weiteren müsste die Stadt Startups deutlich umfangreicher unter die Arme greifen. Denn Sie sind die Jobmotoren der Zukunft.

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