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Künstler:innen aus Augsburg: Von diesen 8 Kreativen werden wir künftig noch viel sehen

Augsburg steckt voller Kunst! Wir haben für euch eine kleine Übersicht von 8 aufstrebenden Künstler:innen aus Augsburg zusammengestellt, die Augsburgs Kunstwelt aufmischen. Denn in der Rubrik “Kreativquartier” widmen wir uns den Künstlerinnen und Künstlern, Musikerinnen und Musikern, Künstlerkollektiven und Kreativschaffenden der Fuggerstadt.

1. Von Rudzinski

Bürgerlich Annika Horak. Ihre Werke entstehen spontan, sind dynamisch, fröhlich, harmonisch wie chaotisch. Wirklich geplante Arbeitsschritte habe sie nicht. Zu ihrem Vorgehen sagt sie: “Einen Schritt zurück und das Bild mit Abstand betrachten. Oder auch mal eine Woche stehen lassen”.

Aufgeräumte Formen und Strukturen, Harmonie und Angepasstheit treffen auf unerwartetes Wirrwarr, werden humorvoll überrascht von dem Unerwarteten. Harte Kanten, knackige Farben, Marker und Tape schaffen ein Bildkonstrukt, das so vielfältig ist, “wie die moderne Welt”, so Annika Horak. Aktuell ist sie in der Ausstellung “FOR FREE” in der Galerie Binder vertreten. Auf Instagram ist sie unter @von.rudzinski zu finden.

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2. Ida Lutzenberger

Schon während des Studiums in Augsburg widmete sich Ida Lutzenberger in ihren Arbeiten vor allem feministischen, antirassistischen und antispeziezistischen (bedeutet: gegen die Ausbeutung von Tieren) Themen. Sie arbeitet mit den unterschiedlichsten Materialien: Mit Holz, Keramik, Textil oder auch digital. Ihre Motive sind kindlich, figürlich, stets illustrativ. Ihre naiven, poppigen Bilder stehen dabei immer im Widerspruch zu den kritischen und ernsten Botschaften.

In der Serie “Frau Pissnelke” zeigt sie die Frau immer wieder “wildpinkelnd”. Dafür übermalte Ida Lutzenberger alte, romantisierte Landschaftsmalereien. Die von ihr neu gemalten Landschaften möchten ein neues Schönheitsbild vorgeben: Im Mittelpunkt steht die unabhängige Frau, die sich von den vom Patriarchat aufgezwungenen Werten befreit. Sie bekommt die Möglichkeit, sich wild und frei zu zeigen und pinkelt im wahrsten Sinne des Wortes auf die einengende und überzogene Romantik des weiblichen Geschlechts.

3. Markus Lindinger

“Ich hatte vor gut zehn Jahren ein Burnout und in der Klinik war das Malen Teil der Therapie”, erinnert sich Markus Lindinger zurück. So hat er seinen Weg zur Kunst gefunden. Heute ist er bei zwei Galerien unter Vertrag und wurde sogar mit dem Oberbayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Er sagt: “Für mich ist meine Kunst eine Auseinandersetzung mit dem Material, wie es sich verändert bei Hitze unter Öl oder Lack”. In seinen großformatigen Leinwänden geht es Markus Lindinger nicht darum, etwas Gegenständliches abzubilden, sondern darum, etwas in den Betrachter:innen anzuregen.

4. Dalia Parisi Stix

In ihren Kunstwerken geht es um Körperästhetiken, Identitäten, Diversität. “Ich finde es spannend, mit erwarteten Geschlechterkonstruktionen zu spielen. Außerdem möchte ich die Realitätsrelevanz von bestimmten Thematiken aufgreifen, wie beispielsweise die weibliche Genitalverstümmelung, Catcalling, Fatshaming etc”, so Dalia Parisi Stix‘. Ihre Werke sind einnehmend, erschlagend, unangenehm und schön.

“Kunst zu schaffen ist eine der ehrlichsten und pursten Formen von Kommunikation. Hauptsächlich Kommunikation zu mir selbst. Erst gegen Ende meines Studiums war ich bereit in ehrlicher Kommunikation zu mir selbst zu treten und habe angefangen Kunst zu machen. Davor habe ich eher Small Talk betrieben”, sagt die gebürtige Italienerin.

Von Small Talk merkt man heute nichts mehr: Dalia Parisi Stix widmet sich heute feministischen und humanistischen Themen, die sie interdisziplinär in ihren großformatigen Malereien, Installationen, analogen Fotografien oder Videoprojekten aufarbeitet. Auf Instagram ist sie unter @p.s.dalia zu finden.

5. Markus Wülbern

“In meinen Collagen geht es nicht um große gedankliche oder philosophische Konzepte sondern hauptsächlich um Farbe und Form. Wenn man genauer hinsieht, erkennt man auch, dass meine abstrakten Arbeiten den Hintergründen der Tier- und Pflanzen Collagen sehr ähneln. Nachdem ich ein Tier mit Menschenkörper habe, kommt der größte Teil der Arbeit: das Sammeln von passenden Farben und das Anordnen dieser in Formen die mir gefallen”, sagt der freischaffende Künstler und Kommunikationsdesigner Markus Wülbern.

Sobald er ein Konzept für ein Projekt hat, schneidet Markus Wülbern extrem viel aus: “Das kann schonmal paar Tage dauern. Die einzelnen Schnipsel für eine Collage wähle ich dann fast ausschließlich nach Farbe aus weil mir Farben extrem wichtig sind und gute Farbkombinationen mich glücklich machen. Ich ordne dann alles erstmal an und wenn ich zufrieden bin fange ich vorsichtig an alles fest zu kleben”, so Markus Wülbern. Seine Arbeiten sind auf seiner Homepage oder auch in seinem Etsy-Shop zu sehen.

6. Verena Kandler

Verena Kandler arbeitet mit Werbeplakaten, Kinobannern und anderen “Produkten unserer Konsumkultur”, die schlussendlich im Müll gelandet wären. Auf die Frage, um was es ihr in ihrer Kunst geht, antwortet sie: “Mir geht es um zum Einen um den Umgang mit ungewöhnlichen Materialien wie z.B. Plastik(müll), dessen spezifische Ästhetik und Wirkung im Bild mich fasziniert. Zum Anderen arbeite ich explizit mit Gefundenem aus Werbung und Medien, damit ich diese Inhalte kommentieren und verändern kann.”

Dabei beschäftigt sich Verena Kandler in ihrer Kunst zuerst intensiv mit der Bildvorlage: “Ich arbeite heraus, welche Anteile wichtig sind für meine Weitergestaltung und überarbeite den Rest mittels Malerei und Collage. Das Hinzugefügte geht dann eine Verbindung mit dem Vorhandenen ein”, so Verena Kandler. Es geht ihr um Intervention und um Visualisierung von abstrakten Problematiken, die dann einen besseren Blick auf Zukunft ermöglichen.

7. Mara Weyel

“Die Themen meiner Arbeit setze ich mit verschiedensten Formen der Malerei und der Fotografie um. Dabei versuche ich es, den Sujets meines alltäglichen Umfelds intuitiv eine besondere Poesie zu entlocken und eine „Vertrautheit mit den Dingen“ herzustellen”, sagt Mara Weyel. Sie ist Grafikdesignerin und bildende Künstlerin in Augsburg.

Die aktuelle Serie der Selbstliebenden setzt sich mit der Isolation in Corona-Zeiten und ihrem Umgang damit auseinander: “Meine aktuelle Portraitserie der Selbstliebenden ist während der weltweiten Corona-Lockdowns entstanden. Die dargestellten Figuren sind in ihr Format eingezwängt, eingesperrt, in sich selbst verknotet und verletzlich. Sie stützen sich selbst, haben mehr als zwei Hände um sich zu umarmen, zu liebkosen, zu befriedigen und dennoch sind sie komplett und in Ihrer Form eins mit sich selbst”, so Mara Weyel.

8. Vivian Rady

Simple Formen, lebendige und schwungvolle Linien und bunte Farbflächen: Vivian Rady zeichnet analog und digital, mit Acryl auf Leinwand oder erstellt Siebdrucke. Zu ihrer Intention sagt Vivian Rady: “Es geht mir um den Fluss einer Linie, die mal in sich geschlossen, mal offen ist. Sinnbildlich für Nähe. Zu sich selbst oder zu anderen.”

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Verfasst von Laura Sattelmair

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